Was ist der Unterschied der Hefeprodukten?
Die Vielfalt der Hefeprodukte – was ist der Unterschied?
Lebendhefe, Bierhefe, hydrolysierte Hefe dazu noch Präbiotikum und Probiotikum, das alles sind häufig genutzte Begriffe in der Tierernährung. Leider werden diese oftmals synonym verwendet, aber das ist nicht richtig. Alle Hefen haben spezielle Merkmale und Eigenschaften, die das Tier auf verschiedene Weise unterstützen. Dabei wird u. a. zwischen Präbiotikum und Probiotikum unterschieden.
Präbiotika und Probiotika in der Tierernährung
Präbiotika sind die Nährstofflieferanten für die bereits angesiedelten Bakterien (z. B. im Pansen), während Probiotika lebende Mikroorganismen liefern und so das Gleichgewicht im Pansen fördern können.
Die verschiedenen Hefeprodukte der Futtermittel für Nutztiere
In der Tierernährung wird in erster Linie zwischen Lebendhefe, Bierhefe und hydrolysierter Hefe unterschieden.
Lebendhefe – aktive Hefen
Die Lebendhefe oder auch aktive Hefe besteht wie der Namen schon verrät, aus aktiven Hefezellen, die ihre Wirkung v.a. im Dickdarm haben. Lebendhefen verbessern das bakterielle Mikrobiom und stabilisieren damit die Darmflora. Daher haben Lebendhefen in der Tierernährung eine probiotische Wirkung. Durch die Verbesserung der Darmflora wird die Futterverwertung verbessert, die Milchleistung wird gesteigert und Verdauungsproblemen kann vorgebeugt werden. Auf der Deklaration wird die Lebendhefe unter den zootechnologischen Zusätzen deklariert und ist dadurch eindeutig von der Bierhefe unterscheidbar.
Bierhefe
Die Bierhefe wirkt als Präbiotikum. Es sind inaktivierte Hefekulturen des Stammes Saccharomyces cerevisiae, die meist aus dem Brauprozess des Bieres übrigbleiben. Diese wird durch Trocknung bzw. Erhitzung veredelt und ist anschließend ein hochwertiges Futtermittel. Die Bierhefe als Einzelfuttermittel liefert auf natürlichem Wege u. a. Aminosäuren, Spurenelemente und B-Vitamine. Positive Eigenschaften, unabhängig der Tierart ist die Verbesserung der Futteraufnahme und eine Förderung der Vitalität.
Hydrolysierte Hefe
Hydrolysierte Hefen sind bereits inaktiviert und wurden durch ein spezielles Verfahren aufgearbeitet. Dieser Zellaufschluss sorgt für eine verbesserte Verdaulichkeit der Nährstoffe, und eine höhere Verfügbarkeit an Aminosäuren. Diese Eigenschaften fördern die Leistung der Tiere. Durch den Aufschluss der Zelle kann die Tierernährung zusätzlich von den Hefezellwänden und Hefeextrakte profitieren.
Hefezellwände – was bedeutet das in der Tierernährung?
Aufgereinigt aus der äußeren Zellschicht der Hefe Saccharomyces cerevisiae nach der Hydrolyse. Diese Zellschicht enthält sehr viele ß-Glucane, zur Unterstützung der körpereigenen Immunantwort und Mannan - zur Unterstützung der Darmgesundheit. Das sind beste Voraussetzungen zur Förderung der Leistungen der Nutztiere.
Hefeextrakte
Hefeextrakte werden aus dem Inneren der aufgeschlossenen Hefezelle gewonnen, die besonders viele Aminosäuren und Nukleotide enthält und so die Proteinversorgung des Nutztieres durch das Futtermittel erhöht wird.
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| Schweine: | als betriebsindividuelle Sondermischung, bereits ab 1000 kg: vielseitige Möglichkeit mit Lebendhefen oder fermentierten Hefen |
| Legehenne: | mit Bierhefe Lockruf |
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